1%-Regelung bei zwei Fahrzeugen: Freie Wahl zur Fahrtenbuchführung bei jedem Fahrzeug – 08.09.06 Die pauschale Ermittlung ist seit 2006 allerdings nur bei einer betrieblichen Nutzung über 50% zulässig.
1%-Regelung nur noch bei Fahrzeugen mit mehr als 50 % betrieblicher Nutzung – 08.09.06 Negative Folgen können teilweise vermieden werden.
1%-Regelung: Bei gemischt genutzten Fahrzeugen Umsatz- und Einkommensteuer sparen – 28.02.11 BFH verweist zur ertragsteuerlich anzusetzenden Umsatzsteuer hinsichtlich der Nutzungs-entnahme auf die günstigeren Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes.
Abfärbetheorie greift nicht, wenn eine Gemeinschaftspraxis an „eigene“ Dentallabor-GmbH vermietet – 19.01.10 BFH entschied, dass dadurch die ärztlichen Einnahmen der Gemeinschaftspraxis nicht zu gewerbli-chen werden.
Abfindung in Teilzahlungen schließt regelmäßig ermäßigte Besteuerung aus – 12.05.11 BFH lässt Ausnahmen in Fällen einer sehr geringfügigen Teilzahlung zu, legt sich aber nicht auf eine berechenbare Grenze fest.
Abfindungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs sind Werbungskosten – 22.05.06 Wegen der nachgelagerten Besteuerung der Renten gilt dies seit 2005 auch für die Basisversorgung.
Abfindungsauszahlungen können steuerwirksam auf das nächst Kalenderjahr verschoben werden. – 17.05.10 BFH-Urteil akzeptiert Individualvereinbarungen, die insoweit einen Sozialplan abändern.
Abfindungsbestimmung in GmbH-Verträgen nach steuerlichen Bewertungsvorschriften – 29.09.09 Neuregelung im Bewertungsgesetz seit 01.01.2009 führt zu überhöhten Abfindungswerten.
Abschreibung bei PC und Peripherie: Dreijährige Nutzungsdauer retten – 19.01.10 Nur selbständig nutzbare Computer-Komponenten zwischen 150 € und 1.000 € fallen in die ungünstige Poolregelung.
Abstandszahlung zur Lösung aus einem Kaufvertrag – 19.01.10 Vor Erwerb der Immobilie ist deren voller Abzug als vergebliche Werbungskosten zulässig.
Adressat des Steuerbescheides missverständlich bezeichnet: Alle nur denkbaren zutreffenden Adressaten sollten Rechtsmittel einlegen – 19.01.10 BFH stärkt in bedenklicher Weise schlampigen Finanzämtern den Rücken.
AfA-Bemessungsgrundlage nach Einlage ins Betriebsvermögen: BFH entscheidet gegen Finanzverwaltung und Einkommensteuerrichtlinien – 21.10.10 Das Gericht bemisst die AfA-Bemessungsgrundlage nach der Teilwert – und nicht dem historischen Anschaffungskosten – vermindert um die bisher geltend gemachten Abschreibungen.
Aktiva, die in der Bilanz vergessen wurden, begründen eine gebotene Bilanzberichtigung – 19.01.10 BFH lehnt es ab, eine unzulässige Bilanzänderung anzunehmen, auch wenn eine Sonderabschrei-bung erstmals in Anspruch genommen wird.
Altersvorsorge für Freiberufler mit Versorgungswerk: Erweiterte Günstiger-Prüfung seit 2006 – 23.03.07 Drei tragende Säulen und ihre steuerlichen Auswirkungen sollten genau bedacht werden.
Amtsveranlagung, wenn die positive Summe der Einkünfte oder auch die negative Summe der Einkünfte mehr als 410 EUR beträgt – 19.01.10 BFH lässt keine Saldierung zu, so dass in vielen Fällen die Zwei-Jahres-Falle vermieden wird.
Anschaffungsnaher Aufwand: sofort abziehbare Renovierungskosten faktisch auf 15% der Gebäudeanschaffungskosten gedeckelt – 03.03.11 FG Münster bezieht Beseitigungskosten für versteckte Mängel ebenfalls in § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG mit ein.
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung als Einkünfte aus Mitunternehmerschaft – 05.11.07 BFH straft Arbeitnehmer ab, die sich atypisch an der Gesellschaft ihres Arbeitgebers beteiligen.
Arbeitnehmerpauschbetrag für Steuerbefreiung geringfügig Beschäftigter nutzen – 01.03.04
Arbeitszeitkontenmodelle sind auch für Gesellschafter-Geschäftsführer zulässig und interessant – 12.09.06 Die Finanzverwaltung stellt allerdings einige – teils umstrittene – Anforderungen.
Arbeitszimmer an Arbeitgeber vermieten: Rechtsprechung lässt dies in Ausnahmefällen zu. – 02.08.10 Das Fremdbesitzermodell als zulässiges Gestaltungsmodell auch nach dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2010.
Arbeitszimmer muss zur Einkünfteerzielung auch nach dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2010 notwendig sein. – 02.08.10 Problematisch ist dies bei Vermietungs- und Kapitaleinkünften.
Arbeitszimmer ohne räumlichen Zusammenhang mit der Wohnung: Kosten sind abzugsfähig – 21.05.07 BFH-Rechtsprechung zum „außerhäuslichen” Arbeitszimmer gilt auch unter der neuen Rechtslage 2007 fort.
Arbeitszimmer: Abzug der Kosten nur bei Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit auch nach dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2010 – 02.08.10 Ausnahmen gelten nach einem BFH-Urteil nur für überwiegend als häusliche Betriebsräume d.h. als Werkstatt, Tonstudio oder Lagerraum genutzte häusliche Räume (Rechtslage ab 2007).
Arbeitszimmer: Die gesetzlichen Beschränkungen gelten laut BFH nicht für andere im häuslichen Rahmen genutzte Betriebsräume. – 28.06.09 Das Finanzgericht Münster hält demgegenüber den Ausschluss der Arbeitszimmerkosten seit 2007 insbesondere bei Lehrern für verfassungswidrig.
Arbeitszimmer: Voller Abzug bei Außendiensttätigkeit ab 2007 auch nach dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2010 nur sehr eingeschränkt möglich – 02.08.10 Entscheidend ist nach der fort geltenden BFH-Rechtsprechung eine qualitative Bewertung, wo das Schwergewicht der Leistung erbracht. (aktualisiert 02.08.2010)
Arbeitszimmeraufwendungen: gesetzliche Einschränkungen nach dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2010 teilweise und rückwirkend verworfen – 02.08.10 Die Kosten von Arbeitszimmern sollten in den Fällen, in denen der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt, wieder angesetzt werden.
Arbeitszimmerkosten: Abzugsfähigkeit bei der Beschäftigung von Ehegatten – 21.05.07 Kein Abzug, auch wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten Betätigung des angestellten Ehegatten darstellt.
Auseinandersetzung und Einbringungen bei Gemeinschaftspraxen und Anwaltssozietäten – 17.05.10 Durch Realteilung bzw. Bildung von Sonderbetriebsvermögen die Besteuerung stiller Reser-ven vermeiden.
Bauabzugssteuer: Oberhalb der Freigrenzen auf gültige Freistellungsbescheinigung achten – 19.01.10 Ab 5.000 bzw. 15.000 Euro Aufwendungen pro Jahr und Unternehmer werden sonst 15 % Abzugssteuer fällig.
Betriebliches Fahrzeug: angemessen auch in der Luxuskategorie – 19.01.10 Ob das auch für die Ansparabschreibung gilt, muss nun der BFH entscheiden.
Betriebsaufspaltung: Falle beim Verzicht auf Miet- oder Pachteinnahmen gegenüber der Betriebsgesellschaft – 19.01.10 Finanzgericht Bremen lässt in diesem Falle nur noch die Hälfte der zugehörigen Betriebsausgaben zum Abzug zu.
Betriebsaufspaltung: Nachträglich zusätzlich vermietetes Grundstück soll ebenfalls wesentliche Betriebsgrundlage sein – 22.07.05 Finanzgericht Niedersachsen weitet den Begriff des notwendigen Betriebsvermögens bei der Betriebsaufspaltung erneut aus.
Betriebsaufspaltung: Steuerfalle Dauerschuldzinsen – sie sind bei weitergereichten Darlehen doppelt zu berücksichtigen – 10.03.08 Bei wechselseitigen Darlehen ist ferner keine Saldierung möglich.
Betriebsprüfung: ist sie einmal angeordnet, kann sie selten verhindert werden. – 08.12.08 Die Rechtsprechung lässt dem Finanzamt freie Hand bei der Auswahl der „Opfer”.
Betriebsprüfungen: wie hoch ist die statistische Wahrscheinlichkeit in den einzelnen Betriebsgrößenklassen? – 09.09.08 Der BMF-Monatsbericht 6/08 bestätigt, dass die Prüfungshäufigkeit seit Jahren leicht aber konstant zurückgeht.
Betriebsrente: Nachzahlungsanspruch gegen den früheren Arbeitgeber – 29.05.08 Laut LAG München müssen dem Arbeitnehmer die vom Versicherungsunternehmen einbehaltenen Abschluss- und Provisionskosten ausgezahlt werden.
Betriebsunterbrechung ist keine Betriebsaufgabe – 19.01.10 Die Voraussetzungen, unter denen eine steuerschädliche Betriebsaufgabe anzunehmen ist, sind laut BFH-Urteil sehr eng.
Betriebsveranstaltungen: Lohnsteuerpflicht vermeiden – 12.09.06 In die Freigrenze von Eur 110,- werden Zuzahlungen von Arbeitnehmern nicht eingerechnet.
Bewertung des Betriebsvermögens in der Erbschaft- und Schenkungssteuer: Vereinfachtes Ertragswertverfahren und Alternativen – 01.03.10 Überhöhte Steuerwerte im Zuge der Neuregelung im Bewertungsgesetz seit 01.01.2009 können vermieden werden.
Bewirtungsaufwendungen für Arbeitnehmer sind bei leitenden Mitarbeitern voll abzugsfähig. – 19.01.10 BFH verwirft Begrenzung auf 70% wie bei Geschäftsessen.
Buchführung: Mit dem Chi-Quadrat-Test können Manipulationen aufgespürt werden – 19.01.10 Manuell geführte Kassenaufzeichnungen müssen diesen Test bestehen, sonst drohen Zuschätzungen.
Bürgschaften von Gesellschafter-Geschäftsführern: auf steuerliche Abzugsmöglichkeiten achten – 19.01.10 Die Rechtsprechung erkennt Schuldzinsen als nachträgliche Werbungskosten oder Anschaffungskosten nach § 17 EStG nur eingeschränkt an.
Bürgschaftsaufwand: Die nachträgliche Inanspruchnahme kann der Bürge als Betriebsausgabe absetzen – 19.01.10 Voraussetzung ist nach einem Urteil des FG Düsseldorf, dass die Verpflichtung im Zusammenhang mit der Veräußerung einer Personengesellschaft eingegangen wurde.
Bürgschaftsaufwendungen bei Minderheitsgesellschafter-Geschäftsführern ausnahmsweise als Werbungskosten anerkannt – 16.02.05
Darlehen an Gesellschafter: angemessener Zinssatz muss nicht in jedem Fall im Wege der Margenteilung ermittelt werden – 19.02.07 FG Baden-Württemberg hält 0,7 % über Festgeldzinssatz bei solide finanzierter GmbH für ausreichend.
Darlehen für Investitionen: Umwidmung stehen gelassener Darlehen möglich – 15.10.09 Finanzgericht Baden-Württemberg sieht keine unlösbare Einheit von Darlehen und Wirtschaftsgut.
Darlehen von Angehörigen an eine Personengesellschaften: Schädlicher Gesamtplan, wenn die Darlehensvaluta zuvor verschenkt wurden – 05.03.08 BFH urteilt aber anders, insbesonderewenn gegen die GmbH bestehende Darlehensforderungen an Angehörige verschenkt werden.
Darlehensverlust als Anschaffungskosten nur beim unmittelbaren Anteilseigner – 30.11.09 Darlehen von nur mittelbar Beteiligten und von nahen Angehörigen sollten vermieden werden.
Datenzugriff des Finanzamtes: gescannte Belege müssen (nur) lesbar gemacht werden – 19.01.10 Erste BFH-Entscheidung zur digitalen Betriebsprüfung räumt dem Finanzamt den Zugriff auf alle Konten der Finanzbuchhaltung ein.
Den Freibetrag nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG und den Staffeltarif kann auch eine GmbH in Anspruch nehmen – 20.10.05 Voraussetzung ist lediglich, dass sie sich als stille Gesellschafterin an einer anderen GmbH beteiligt.
Dienstreise: Lohnsteuerrichtlinien 2008 mit Neudefinition ohne Mindestentfernung – 19.01.10 BFH lässt auch den Abzug der tatsächlichen Fahrtkosten zu und dies auch nach drei Monaten Auswärtseinsatz.
Dienstreisen: Lohnsteuerrichtlinien 2008 beschränken die steuerfreien Übernachtungs- und Verpflegungsmehraufwandspauschalen bei Auslandsreisen auf den Lohnsteuerabzug. – 20.10.09 Reisekosten für Unternehmer und selbst dafür aufkommende Arbeitnehmer nur noch bei Nachweis oder in Höhe der Inlandssätze abzugsfähig.
Dienstreisen: steuerfreie Erstattung der Pauschalen für In- und Auslandsaufenthalte – 06.03.09 BFH lässt ausnahmsweise auch Gehaltsumwandlung zu.
Disagio darf nur bis zu 5% der Darlehenssumme betragen, wenn es sofort abziehbar sein soll – 21.01.10 Der überschießende Prozentsatz muss auf die Zinsbindungsfrist verteilt werden.
Domainkauf: in Höhe der Anschaffungskosten wird regelmäßig ein nichtabnutzbares immaterielles Wirtschaftsgut erworben – 21.01.10 Der BFH lässt eine Teilwertabschreibung nur in Ausnahmefällen zu.
Domainverkauf: Veräußerungserlös nicht steuerpflichtig bei rein privater Nutzung – 01.06.10 Finanzgericht Köln sieht in einer Domaininhaberschaft zutreffend kein Patentrecht und damit keinen Fall von § 22 Nr. 3 EStG.
Doppelte Haushaltsführung: Jetzt auch anerkannt bei privat motivierten Familienzusammenzug. – 29.05.09 BFH ändert in einigen Aspekten seine Rechtsprechung zugunsten der Steuerbürger.
Doppelte Haushaltsführung: ohne eigenen Hausstand nicht mehr für Singles – 27.08.10 Für den BFH darf die Annahme eines eigenen Hausstandes jedoch nicht allein deshalb abgelehnt werden, weil es an einer Kostenbeteiligung fehlt.
Doppelte Haushaltsführung: Pauschalen sind nicht wegen unzutreffender Besteuerung zu kürzen – 20.06.06 BFH weist erneut die Finanzverwaltung auf die gesetzliche Regelung hin.
Eigenheimbesitzer können einzelne Kosten steuerlich geltend machen – 21.01.10 Die Steuerermäßigung für Aufwand auf Grund von Kontroll- und Wartungsarbeiten sowie haushaltsnahe Dienstleistungen sind auch für Mieter möglich.
Einbringung eines Einzelunternehmers in Betriebs-GmbH: Alles- oder Nichts-Prinzip – 21.01.10 Buchwertübertragung erfordert entweder die vollständige Übertragung der Betriebsgrundlagen auf die Betriebs-GmbH oder die vollständige Verpachtung.
Einkünfte aus nebenberuflicher künstlerischer Tätigkeit bis 1.848 € steuerfrei – 02.08.07 Laut BFH gelten die strengen Anforderungen wie bei einer künstlerischen Haupttätigkeit nicht, sodass darunter auch ein hauptberuflicher tätiger Schauspieler mit seinem Nebenerwerb als Statist fallen kann.
Einlagen eines GmbH-Gesellschafters in das GmbH-Vermögen ohne Gegenleistung – 27.05.10 BFH nimmt keine Schenkung zu Gunsten der anderen GmbH-Gesellschafter an und weicht insofern von R 18 Abs. 3 ErbStR ab.
Einspruchsverfahren: Kostenersatz via Amtshaftungsanspruch – 29.04.10 Schadensersatz auch bei unrechtmäßiger Beschlagnahme von Fernsehgeräten und Computern möglich.
Einwurf-Einschreiben beweist nicht den Zugang – 21.01.10 OLG Köblenz bestätigt die bisherige Rechtsprechung.
Elektronische Fahrtenbücher unterliegen vielfältigen Anforderungen – 05.07.11 BFH verwirft Excel-Tabelle als Fahrtenbuch wegen Manipulationsgefahr. (aktualisiert 05.07.2011)
Entnahmen gemischt genutzter Grundstücke sind nicht umsatzsteuerpflichtig – 21.01.10 Finanzverwaltung interpretiert in den UStR Seeling-Urteil des EuGH falsch und provoziert Vertragsverletzungsverfahren.
Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz zum 01.01.2009 umfangreich geändert – 06.03.09 So können Sie sich die wichtigen Änderungen bei der Immobilien- und Betriebsbewertung zu Nutze machen.
Erbschaftssteuer sparen durch Einlage in das Betriebsvermögen einer GmbH & Co KG – 27.07.06 Die ausschließliche Privilegierung von Produktivvermögen der geplanten Gesetzesänderung würde das Steuersparmodell erschweren.
Erbschaftssteuer sparen durch überkreuzte Lebensversicherungen – 01.07.04 (01.07.2004)
Erhaltungsaufwendungen einer Wohnung unterm Dach können dieser direkt zugeordnet werden – 21.01.10 Renovierungen sollten ferner während der Vermietzeit abgeschlossen werden, wenn eine Eigennutzung geplant ist.
Erstattungszinsen für Einkommensteuer sind nicht mehr steuerpflichtig – 17.11.10 BFH ändert Rechtsprechung und unterstellt vom Finanzamt gezahlte Zinsen auf Einkommensteuererstattungen nicht mehr den Kapitalerträgen.
Existenzgründer-Ansparabschreibung nicht bei vorausgehender Splitter-KG-Beteiligung – 21.01.10 BFH hält auch eine Beteiligung von unter 1 % an einer Publikums-KG für steuerschädlich.
Fahrtenbuch bei betrieblichen Pkws von Unternehmern fast ausnahmslos erforderlich – 16.06.09 Anders bei Fahrzeugen, deren Merkmale eindeutig auf eine ausschließlich betriebliche Nutzung zugeschnitten sind.
Fahrtenbuch: Nur allerkleinste Mängel sind laut BFH-Rechtsprechung unschädlich – 12.05.09 Finanzgericht Düsseldorf lässt allerdings Abweichungen gegenüber den Angaben eines Routen-planers von bis zu 1,5% zu.
Fahrtenbuchführung: Ab welchen Grenzwerten ist sie steuerlich günstiger? – 01.07.10 Es kommt auf den geschätzten betrieblichen Anteil im Verhältnis zum Bruttolistenpreis an.
Familien-GmbH: Bewertungsabschlag und Betriebsvermögen-Freibetrag sichern – 21.01.10 GmbH-Gründung und Einbringung eines Einzelunternehmens laut BFH der falsche Weg.
Familienversicherung: Verdienstgrenzen bei Nebentätigkeiten der Mitversicherten in Höhe von 400 € bzw. 365 € beachten – 03.08.11 Die Familienmitversicherung von Kindern ist auch ausgeschlossen, wenn der andere Ehegatte mehr als der nichtselbstständig Beschäftigte verdient. (03.08.2011)
Firmen-Pkw: 1%-Regelung gilt für den gesamten Fuhrpark, wenn keine Fahrtenbücher geführt werden. – 03.02.09 Ausgenommen sind laut Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18.12.2008 nur betriebliche Fahrzeuge, deren Merkmale sie eindeutig als betriebliche Fahrzeuge bestimmen.
Firmen-Pkws: Ausschluss der Privatnutzung durch Arbeitnehmer und Kontrollanforderungen – 14.07.05 Zwei Finanzgerichtsurteile bremsen bei den Anforderungen an die Überwachung des Verbotes.
Firmenwagenüberlassung an Arbeitnehmer: Kein geldwerter Vorteil bei angemessener Gegenleistung des Arbeitnehmers – 25.04.05
Fitnessstudiokosten bis zu 500 € im Jahr sollten Selbstständige als Betriebsausgaben geltend machen. – 26.08.10 Weil Arbeitgeber diesen Betrag gem. § 3 Nr. 34 EStG steuerfrei erstatten können, sollten Selbstständige auf Gleichbehandlung pochen.
Fitnessstudiokosten von Arbeitnehmern und Gesellschafter-Geschäftsführern steuerfrei erstatten – 16.08.10 § 3 Nr. 34 EStG lässt seit 2008 steuerfreie Zahlungen des Arbeitgebers bis zu 500 € im Jahr zu.
Formwechsel in eine Kapitalgesellschaft: Einer Personengesellschaft steht in diesem Umwandlungsfall das volle Bewertungswahlrecht zu – 21.01.10 Die Finanzverwaltung schließt sich dem BFH an und lässt eine Aufstockung auf die Teilwerte zu.
Fremdsprachenkurse als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkannt – 27.11.09 Für den BFH kommen auch Basiskurse in Betracht, sofern sie ausreichend beruflich veranlasst sind. (aktualisiert 01.06.2011)
Garagenkosten lohnsteuerfrei vom Arbeitgeber erstatten lassen – 28.04.05 BFH hält geldwerten Vorteil bereits durch 1% - Regelung für abgegolten. (aktualisiert 28.04.2005)
Gebrauchte Lebensversicherungen: Modell zum Erbschaftssteuersparen – 21.01.10 Bei verschenkten Lebensversicherungen werden 2/3 der gezahlten Prämien bzw. der Rückkaufwert angesetzt.
Gemeinschaftspraxis: Zahlen die Kassen Fallpauschalen, kann das Finanzamt insgesamt gewerbliche Einkünfte annehmen – 21.01.10 Die Abfärberegelung greift jedoch nicht bei geringfügigen gewerblichen Einkünften von unter 1,25% der Gesamteinnahmen.
Gemischt genutzte Gebäude der GmbH bei teilweiser Überlassung an den Gesellschafter-Geschäftsführer zu Wohnzwecken – 02.09.08 FG Baden-Württemberg erkennt den vollen Vorsteuerabzug an, wenn die Wohnnutzung zu üblichen Werten in Rechnung gestellt wird.
Gesamtsteuerbelastung in exakter Höhe selbst berechnen – 21.01.10 Formeln für die Gewerbe-Einkommen und Kirchensteuerendbelastung sowie Solidaritätszuschlag.
Geschäfts- und Mitarbeiterreisen mit gemischtem Arbeits- und Freizeitprogramm: die Anteile können aufgeteilt werden. – 20.06.10 BFH präzisiert die weitere Ausnahmen vom Aufteilungs- und Abzugsverbot privat mit veranlasster Kosten zu.
Geschäftsführer kann in umsatzsteuerlicher Hinsicht Unternehmer sein. – 26.10.10 Nach der BFH-Rechtsprechung darf dann die Ausgestaltung des Dienstvertrages aber einem Arbeitnehmer nicht zu ähnlich sein.
Geschäftsführer: In welchen Fällen ist das Anstellungsverhältnis sozialversicherungsfrei? – 21.01.10 Sozialgericht Baden-Württemberg behandelt Minderheitsgesellschafter mit einem Anteil von 10 % stets als sozialversicherungspflichtig.
Geschäftsführergehälter und verdeckte Gewinnausschüttung: Neue Falle durch das Halbeinkünfteverfahren – 03.04.06 Finanzverwaltung ändert bestandskräftige Einkommensteuerbescheide nicht mehr, wenn Gehaltsbestandteile als verdeckte Gewinnausschüttung bei der GmbH versteuert werden. (aktualisiert 03.04.2006)
Geschäftsführergehälter: Bemessungsgrundlage von Gewinntantiemen klar definieren – 07.03.08 Ein vorhandener Verlustvortrag muss laut BFH einbezogen werden, ein Bilanzgewinnvortrag bleibt außen vor.
Geschäftsführergehälter: Prüfungsschema der Finanzamtverwaltung – 08.09.08 Die Rechtsprechung ist dagegen oft bürgerfreundlicher und ist bei er Gesamtwürdigung anhand eines internen und externen Fremdvergleichs großzügiger.
Geschäftsführergehälter: Steuerfreie Lohnzuschläge sind für Gesellschafter-Geschäftsführer weitgehend tabu – 08.03.11 Die Rechtsprechung lehnt Überstundenvergütungen auch bei mehreren Minderheitsgesellschafter-Geschäftsführern ab.
Geschäftsführergehälter: Tantiemebestandteile müssen angemessen sein – 26.02.07 Umsatztantieme laut BFH nur ausnahmsweise und in engen Grenzen zulässig.
Geschäftsführerwohnung: Vorsteuerabzug aus den Kosten der GmbH ist zulässig. – 21.06.10 Voraussetzung ist jedoch eine Überlassung aus überwiegend betrieblichem Interesse.
Gesellschafter-Geschäftsführer: Geschäfte sind mit der eigenen GmbH möglich – 01.03.04 BFH stellt bei Berater- und Subunternehmerverträgen allerdings auf einen Fremdvergleich ab. (aktualisiert 11.05.2011)
Gesellschafter-Geschäftsführer: Kein Zufluss von Arbeitslohn bei bedingungslosem Gehaltsverzicht – 21.04.11 BFH deckelt Finanzverwaltung in ihrem Bestreben, fiktive Zuflüsse zu versteuern.
Gesellschafter-Geschäftsführer: Zinszufluss wird bei Fälligkeit fingiert, wenn die ‚GmbH zahlungsfähig ist – 19.08.08 BFH nimmt die Zahlungsfähigkeit der GmbH auch an, Überziehungen über das Kreditlimit hinaus eingeräumt werden.
Gesellschafterdarlehen: unverzinsliche Darlehen sind wegen der Abzinsungspflicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG unbedingt zu vermeiden. – 03.03.11 Die Finanzrechtsprechung billigt jedoch Zinsverzicht, Rangrücktritt und Kettendarlehen mit einer Laufzeit von jeweils bis zu einem Jahr.
Getrennte Veranlagung: In welchen Fällen ist sie steuerlich günstiger? – 23.10.08 Alternative Berechnungen in den Steuerprogrammen lohnen sich.
Gewerbeertragskürzung nur, wenn keine Mobilien vermietet werden – 21.01.10 BFH entscheidet, dass auch eine ganz geringfügige Vermietung steuerschädlich ist.
Gewerbesteuer-Verlustvortrag: Beim Ausscheiden eines Personengesellschafters kommt es für den Verbrauch des Verlustvortrages auch auf die individuellen Bilanzen an – 21.01.10 Laut FG Düsseldorf sind die reinen Beteiligungsquoten nicht maßgeblich.
Gewerbesteuerfallen für Ärzte bei neuen Versorgungsformen und bei Praxiszweigstellen – 21.01.10 Besonders gefährdet sind wegen der Abfärbewirkung Praxisgemeinschaften.
Gewerbesteuerfreibetrag für Personengesellschaften auch für eine Kapitalgesellschaft, an der sich eine andere Kapitalgesellschaft als atypisch stiller Gesellschafter beteiligt – 21.01.10 BFH lässt keine Ausnahmeauslegung gegen den Gesetzeswortlaut des § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG zu.
Gewerbesteuerpflicht allein aufgrund der Gesellschaftsform verfassungswidrig? – 21.01.10 FG Sachsen-Anhalt stellt Gewerbesteuerpflicht für gewerblich geprägte Freiberufler-Personengesellschaften in Frage.
Gewinnausschüttung bei der GmbH: disquotale Verteilung voraussetzungslos zulässig – 30.10.08 Finanzgericht Baden-Württemberg entscheidet auf der Linie des BFH und gegen Verwaltungsauffassung.
Gewinntantiemen an angestellte Angehörige werden bei Personengesellschaften als Sonderbetriebseinnahmen erfasst – 21.01.10 Zusätzlich stellen die Zuflüsse steuerpflichtige Schenkungen dar.
GmbH und Still: Auf die höchstzulässige Verzinsung achten – 21.03.07 Finanzgericht Bremen fordert, dass die Bedingungen auch in späteren Jahren angemessen sein und ggf. angepasst werden müssen.
GmbH und typischer Stiller Gesellschafter: Mitunternehmerschaft durch Begrenzung des Beteiligungskapitals vermeiden – 02.09.04
GmbH-Anteilsverkauf: Verlustverrechnung im Veräußerungsjahr anteilig möglich – 03.08.11 Finanzgerichte Hessen und Münster lassen anteilige Verlustverrechnung mit Gewinnen bis zum Veräußerungszeitpunkt zu. (aktualisiert 03.08.2011)
Gründungszuschuss unbedingt drei Monate vor Ablauf des ALG-I-Geldes beantragen – 21.01.10 Falle für Gründungswillige, die in den Genuss der bis zu 9-monatigen Förderung kommen wollen.
Haftung des Geschäftsführers für Steuerausfälle – 11.09.06 KWelche Steuern sollte der Geschäftsführer in den kritischen Wochen vor einem möglichen Insolvenzantrag noch bezahlen?
Haftungsvergütung der Komplementär-GmbH: Regulär eine umsatzsteuerpflichtige Leistung – 10.05.11 BFH sieht auch keinen Beitrag mit reinem Finanzcharakter für die GmbH & Co KG.
Haushaltsnahe Dienstleistungen auch für Bewohner von Seniorenheimen – 25.06.08 FG Hamburg verlangt lediglich, dass das Heimentgelt entsprechend aufgegliedert ist.
Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerrechnungen – 06.10.06 Welche Aufwendungen sind gem. § 35a EStG bei der Einkommenssteuer abzugsfähig? (aktualisiert 13.05.2011)
Heilbehandlungskosten, die für berufsbedingte Krankheiten aufgebracht werden müssen, können als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgesetzt werden. – 28.03.11 Urteil des FG Sachsen-Anhalt ermöglicht dadurch in vielen Fällen erst die steuerliche Berücksichtigung von Krankheitskosten.
Heilbehandlungsleistungen nach § 4 Nr. 14 UStG können steuerfrei sein, auch wenn die Gesellschafter der leistenden Personengesellschaft berufsfremd sind – 21.01.10 BFH fordert lediglich, dass alle angestellten Mitarbeiter die berufliche Qualifikation aufweisen.
Heimbüro der GmbH kann eine wesentliche Betriebsgrundlage darstellen und damit zu einer Betriebsaufspaltung führen. – 09.10.11 BFH macht nur eine Ausnahme, wenn die weiteren Büroflächen mindestens 92,5 Prozent ausmachen oder die Bagatellgrenze nicht überschritten wird.
Heimbüro des Gesellschafter-Geschäftsführers: Vermietung wird bei vorrangigem betrieblichen Interesse steuerlich anerkannt. – 09.10.11 Neues Urteil des Finanzgerichts München eröffnet gegenüber der Finanzverwaltung Spielräume.
Heimverträge: Auf gesonderten Ausweis der haushaltsnahen Dienstleistungen achten – 08.09.08 Finanzgerichtsurteil gegen die Finanzverwaltung, die bei den Heimkostenabrechnungen die Steuerbegünstigung nach § 35a EStG nur bedingt anerkennt.
Im Internet angebotene Waren müssen sofort lieferbar sein – 01.09.05 BGH fordert bei etwaigen Lieferengpässen einen klaren und eindeutigen Hinweis.
Indexzertifikate mit nur 10%iger Rückzahlungsgarantie stellen keine Kapitalerträge dar – 21.01.10 BFH entscheidet im Revisionsverfahren über steuerbürgerfreundliches Urteil des Finanzgerichts München.
Innergemeinschaftliche Lieferungen: Der für die Steuerfreiheit erforderliche Belegnachweis kann nachgeholt werden – 21.01.10 BFH lässt dazu Zeit bis zur mündlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht.
Investitionsabzugsbetrag bei gemischt genutzten Betriebsfahrzeugen – 10.06.10 Finanzamt verlangt Fahrtenbuch zum Nachweis der untergeordneten privaten Benutzung von höchstens 10 Prozent.
Investitionsabzugsbetrag: Im Grenzbereich die GWG-Abschreibung ausdehnen – 21.01.10 Voraussetzung ist, dass der Investitionsabzugsbetrag bereits mindestens ein Jahr vorher in Anspruch genommen wurde.
Investitionsabzugsbetrag: Zinspflicht bei Abkehr von der Investitionsabsicht? – 27.05.10 Gute Argumente sprechen dafür, dass in diesem Fall ein rückwirkendes Ereignis vorliegt und keine Nachzahlungszinsen festgesetzt werden dürfen.
Kapitalerhöhung: Vorsicht bei disquotaler Aufstockung der GmbH-Anteile – 21.03.07 Bei Familienangehörigen müssen die stillen Reserven im gleichen Anteilsprozentsatz fortbestehen.
Kapitalgesellschafts-Anteile im Privatvermögen: Fremdfinanzierung wird ab 2009 für nicht unternehmerisch engagierte Anteilseigner steuerlich benachteiligt – 21.01.10 Bei einer Einlage der Anteile in ein Betriebsvermögen bis zum 31.12.2008 kann dies vermieden werden.
Kapitallebensversicherungen: Rentenwahlrecht rechtzeitig ausüben – 30.03.09 Pfändungsschutz in der Altersvorsorge besteht nur nach Ausübung des Wahlrechts.
Kassenbuch: für Einnahmeüberschussrechner nicht erforderlich – 21.01.10 BFH stellt sich im Beschluss vom 16.02.2006 gegen die Auffassung der Finanzverwaltung.
Kauf einer Kassenzulassung: steuerlicher Nachteil bei isoliertem Erwerb – 21.01.10 Neues Urteil des Finanzgerichts Rheinland Pfalz verlangt ebenfalls, dass der Praxiserwerb im Vordergrund steht.
KFZ -Nutzung eines Gesellschafter- Geschäftsführer einer GmbH: ungenehmigte Privatnutzung wird als verdeckte Gewinnausschüttungen behandelt – 12.05.09 BFH legt dabei den gemeinen Wert der Nutzung zu Grunde und wendet nicht die 1%-Methode an.
Kinderbetreuungskosten können seit 2006 als Sonderbetriebsausgaben zu behandeln sein – 28.08.06 Bei mitarbeitenden Gesellschaftern sind diese Kosten erwerbsbedingt und müssen im Rahmen der einheitlichen und gesondert Feststellung geltend gemacht werden.
Kinderbetreuungskosten: ab 2012 werden Eltern steuerlich entlastet. – 28.03.11 Abzug bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres auch dann, wenn nur ein Ehegatte erwerbstätig ist.
Kindergeld und Kinderfreibetrag: auch steuerfreie Einkommensteile des Kindes zählen zum Grenz-betrag von 8.004 € dazu – 19.09.08 Der Grenzwert sollte bei Steuergestaltungen, Vermögensübertragungen sowie Arbeits- und Ausbil-dungsverhältnissen mit den Kindern genau beachtet werden.
Kindergeld und Kinderfreibetrag: bei der Verdienstgrenze alle zulässigen Abzüge abziehen. – 19.09.10 Der Bundesfinanzhof berücksichtigt Sozialversicherungsbeiträge, freiwillige Beiträge für gesetzliche und private Krankenversicherungen, nicht aber für die VBL-Pflichtversicherung.
Kirchensteuerabzug an der Quelle kann verhindert werden – 21.01.10 Dieses Wahlrecht wird voraussichtlich bereits ab 2011 wieder abgeschafft
Kontrollmeldeverfahren: Durch Jahresmeldungen bürokratischen Aufwand vermeiden. – 01.07.10 Der Steuerabzug nach § 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG ist dann bei Einzelleistungen von Rechteinhabern bis zur Höhe von 5.500 € nicht erforderlich.
Konzertauftritte: Beim Honorar auf den richtigen Umsatzsteuersatz achten – 01.07.10 7% ist nur auszuweisen, wenn das Konzert aufgezeichnet und verwertet wird.
Körperschaftsteuerguthaben aus Zeiträumen vor 2002: Finanzverwaltung zahlt damit verknüpfte Guthaben aus Solidaritätszuschlägen nicht aus. – 21.06.10 Das Bundesverfassungsgericht erklärt jedoch jeden Totalverlust infolge der Übergangsvorschriften vom Anrechnungs- zum Halbeinkünfteverfahren für verfassungswidrig.
Krankenversicherungsbeiträge für den Basisschutz ab 2010 voll steuerlich geltend machen – 14.09.09 Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts werden auf eine sehr komplexe Art und Weise umgesetzt.
Krankheitskosten: Besuchsfahrten zu nahen Angehörigen nur sehr eingeschränkt abzugsfähig – 15.06.09 BFH verlangt ärztliches Attest in Bezug auf die Heilungsförderung.
Künstlerhonorare an umsatzsteuerbefreite Unternehmer sind nach EU-Recht umsatzsteuer-frei. – 20.05.10 BFH ändert seine Rechtsprechung und ermöglicht so Künstlern umsatzsteuerpflichtige neben umsatzsteuerbefreiten Leistungen.
Kurzarbeit können auch kleinste Unternehmen anmelden – 06.03.09 Eine echte Alternative zur Entlassung von Arbeitnehmern.
Lebensversicherung: Provisionsabrechnung des Vermittlers an einen einzelnen Versicherungsnehmer: Keine steuerpflichtige Einnahme – 06.04.09 Bei wechselbezügliche Vermittlungen und Ringvermittlungen sind nach neueren Urteilen des BFH hingegen die Provisionen steuerpflichtig.
Lebensversicherung: steuerschädliche Verwendung des besicherten Darlehens – 05.11.07 BFH hält bereits nur vorübergehende Einzahlung der Darlehenssumme auf ein Giro-Konto vor Weiterleitung an die GmbH für steuerschädlich.
Liefer- und Erwerbsschwellen beim Versandhandel in der EU beachten – 21.01.10 In vielen EU-Ländern, wie in Dänemark, werden diese Schwellen relativ schnell erreicht.
Lineare AfA ist zwingend bis auf den Erinnerungswert fortzusetzen – 02.11.06 FG Hamburg lässt es nicht zu, nur bis zu einem angenommenen Entnahmewert abzuschreiben.
Lohnerhöhung ohne Steuerauswirkung durch monatliche Kraftstoffgutscheine bis zu 44 € – 03.03.11 BFH entscheidet gegen Finanzverwaltung und räumt viel Spielraum bei der Anerkennung von Sachbezügen ein.
Luxusfahrzeuge: Eingeschränkte Abzugsmöglichkeit, wenn der Repräsentationsaufwand für den Unternehmer nicht notwendig ist – 02.03.09 Finanzgericht Saarland schließt sich positiven Urteilen nicht an und zieht die Grenze bei 51.100 €.
Mietereinbauten: Aufwand sollte auch bei einer Nutzungsänderung auf die Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben werden – 21.01.10 Gleichstellung von Mietern und Vermietern nach einem Urteil des FG München ist nicht hinnehmbar.
Minderwertausgleich des Leasingnehmers ist nicht umsatzsteuerpflichtig – 20.07.11 BFH erkennt gegen das F-Schreiben nicht steuerbaren Schadensersatz an.
Minijobs für Werkstudenten: Auf die Besonderheiten der pauschalen Krankenversicherungsabgabe und der Optierung auf Rentenversicherungspflicht achten – 21.12.10 Mit einer geringfügigen Einbuße beim Nettoeinkommen kann ein nachhaltiger Erwerbssicherungs- und Versicherungsschutz zu einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis erlangt werden.
Minijobs: die Vorteile der Pauschalversteuerung richtig nutzen – 21.12.10 Die sieben Grundregeln sollten Arbeitgeber wissen.
Minijobs: Grenzwerte durch kurzfristige Beschäftigung ausdehnen – 21.02.08 Arbeitsgeber sollten sich zur Gesamthöhe aller Minijobverdienste bestätigen lassen.
Minijobs: Pauschalversteuerung, Versicherungsfreiheit, Rentenversicherungsoption, arbeitsrechtlicher Status – 27.01.11
Mittelbare Schenkung von Grundbesitz an Familienangehörige – 28.04.05 (aktualisiert 28.04.2005)
Notwendiges Betriebsvermögen wird bei Ladenflächen von Filialbetrieben stets angenommen. – 26.09.11 BFH verschärft die Voraussetzungen und lehnt eine allgemeine 10-Prozent-Grenze ab, unter der Wirtschaftsgüter von völlig untergeordneter Bedeutung ausscheiden.
Online-Kontoauszüge: Finanzverwaltung erkennt deren Ausdruck nicht an – 21.01.10 Eine Verfügung der OFD München vom 06.08.2004 ist ohne ausreichende Stütze im Gesetz.
Pauschalen: Steuerminderung ohne Einzelnachweis für Unternehmer und Arbeitnehmer – 28.09.11 Höhere Umzugspauschalen seit 01.08.2011
Pendlerpauschale wird wieder voll gewährt: Kürzung höchstwahrscheinlich verfassungswidrig – 21.01.10 Ungeklärt ist bei Arbeitnehmern mit Firmenwagen auch die steuerliche Doppelerfassung der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
Pensionsansprüche: Vorsicht bei Abfindungen im Zuge eines Verkaufs einer GmbH – 23.06.11 Die Zwangslage des Verkäufers sollte dokumentiert werden. (aktualisiert 23.06.2011)
Pensionsrückstellung: erstmalige Einstellung in voller Höhe bei Übergang zu neuen Richttafeln – 25.01.10 FG Brandenburg stellt sich gegen BMF-Schreiben, das auch in diesem Fall fordert, die Übergangsdifferenz auf 3 Jahre zu verteilen.
Pensionsversicherungsvereins-Beiträge sind Sondervergütungen bei Personengesellschaftern – 01.09.05 Finanzgericht Baden-Württemberg lässt auch den Abzug der Zahlungen als Sonderbetriebsausgaben nicht zu.
Pensionszusage: Altersversorgung des Gesellschafter-Geschäftsführers muss angemessen und erdienbar sein. – 23.06.11 Wird die Pensionszusage nachträglich erhöht, ist ebenfalls der zehnjährige Erdienungszeitraum zu beachten. (aktualisiert 23.06.2011)
Pensionszusage: Frage des Vorwegabzugs bleibt trotz Gesetzesänderung weiter relevant – 25.01.10 Die umfangreiche Abgrenzung der Rechtsprechung ist für die Günstigerprüfung auch ab 2008 zu beachten.
Pensionszusage: keine Ablösemöglichkeit durch einen Einmalbetrag schon bei der Zusage vereinbaren – 25.01.10 Es liegt dann keine Entschädigung im Sinne des § 24 Nr. 1a EStG vor.
Pensionszusage: Nachholverbot gilt auch bei versehentlich unterlassener Rückstellungserhöhung – 25.01.10 Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied, dass dies ausnahmslos gilt.
Pensionszusage: schädliche Überversorgung liegt vor, wenn 75% der Aktivbezüge überschritten werden – 25.01.10 Außerdem muss der 10-jährige Erdienungszeitraum im Regelfall eingehalten werden.
Pensionszusagen berühren nicht unbedingt die erweitere Abzugsmöglichkeit bei den Sonderausgaben (früherer Vorwegabzug) – 25.01.10 Das für Gesellschafter-Geschäftsführer günstige BFH-Urteil vom 16.10.2002 wurde durch das Jahressteuergesetz 2008 ausgehebelt und ist nur noch für die Günstigerprüfung relevant.
Pflegekosten auch außerhalb der Pflegestufe I als außergewöhnliche Belastung absetzbar – 20.12.07 BFH fordert lediglich, dass die Unterbringung krankheitsbedingt ist.
Praxisaufgabe und -einbringung: Versteuerung zurückbehaltener Forderungen erst bei Zufluss – 25.01.10 BFH stellt sich gegen die Verwaltungsmeinung.
Praxisumbau kann zu Herstellungsaufwand führen – 25.01.10 Die baulichen Veränderungen müssen in Hinblick auf die betriebliche Zielsetzung allerdings zu einer höherwertigeren Nutzbarkeit des Gebäudes führen.
Programmierer von Anwendungssoftware und IT-Leiter können Freiberufler sein. – 17.05.10 Auch hoch spezialisierte Autodidakten befreit die neuere Rechtsprechung des BFH von der Gewerbesteuerpflicht.
Provisionen des Untervermittlers umsatzsteuerfrei – 25.01.10 EuGH entscheidet gegen BFH zugunsten von Strukturvertrieben.
Rangrücktritt führt nicht zu einer gewinnerhöhenden Auflösung der Verbindlichkeit – 25.01.10 BFH stellt sich gegen Auffassung der Finanzverwaltung und lässt auch eine Teilwertabschreibung in der Krise der GmbH zu.
Rechnungsabgrenzungsposten: Kein Ansatz in Fällen von geringer Bedeutung – 17.05.11 BFH zieht die Grenze bei 410 € – analog zu geringwertigen Wirtschaftgütern.
Reisekoffer können bei ausgedehnten beruflichen Reisen Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben sein – 15.07.08 Hessisches Finanzgericht sieht keinen Verstoß gegen das Aufteilungs- und Abzugsverbot.
Reisekosten: Aufteilung der Aufwendungen für eine gemischt veranlasste Reise zulässig – 31.05.10 Aufteilungs- und Abzugsverbot greift nach einem Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs in diesen Fällen nicht.
Renovierungskosten sind keine Werbungskosten, wenn das Gebäude nach Abschluss der Arbeiten verkauft wird – 25.01.10 Steuerschädlich ist eine Renovierungsverpflichtung im Kaufvertrag.
Rentenversicherung: Bei Kreditfinanzierung nimmt die Finanzverwaltung oft keinen Totalüberschuss oder Steuerstundungsmodelle nach § 15b EStG an – 21.05.08 Die Finanzverwaltung will als Neufälle bereits Vertragsabschlüsse ab Dezember 2003 behandeln.
Riskante Geldanlagen als Betriebsvermögen von Personengesellschaften – 20.03.06 Finanzgericht München fordert Gesellschafterbeschluss für die Einlage.
Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen: durchschnittliche Aufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren ist maßgeblich. – 21.04.11 BFH verwirft den Kostenansatz für die volle Dauer der obligatorischen 10-jährigen Aufbewahrungsfrist.
Rückstellungen für die Kosten körperlicher und digitaler Aufbewahrungspflichten – 25.01.10 Die vom BFH geforderte Abzinsung kann in der Praxis allerdings vernachlässigt werden.
Sanierungsgesellschafter können Darlehensausfall als Verlust geltend machen – 28.03.06 FG Düsseldorf erkennt in diesem Fall nachträgliche Anschaffungskosten an.
Sanierungsgewinne: Steuer kann nach der Verwaltungsauffassung aus sachlichen Billigkeitsgründen gestundet oder erlassen werden – 25.01.10 In einem Revisionsverfahren prüft der BFH allerdings derzeit, ob diese Verwaltungspraxis gegen den erklärten Willen des Gesetzgebers verstößt.
Schenkungen von Betriebsvermögen: Widerrufsvorbehalte vermeiden – 25.01.10 Besser ist die Vereinbarung von auflösenden Bedingungen.
Schneeballsysteme: Scheingewinnbesteuerung wird höchstrichterlich – 13.01.05 Zweifelhafte Besteuerung von Gewinnen, die Anlagebetrüger nur ausgezahlt hätten, um den Zusammenbruch des Systems zu verhindern.
Schuldzinsen für die Anschaffung einer wesentlichen Beteiligung sind auch nach deren Ver-äußerung abziehbar. – 16.08.10 BFH ändert seine Rechtsprechung, weil die Wesentlichkeitsgrenze für im Privatvermögen ge-haltene Anteile an Kapitalgesellschaften auf 1% abgesenkt wurde.
Schuldzinsenabzug bis zur Löschung der GmbH möglich – 25.01.10 Auch der Auflösungsverlust für den Gesellschafter ist regelmäßig erst zu diesem Zeitpunkt steuerlich wirksam.
Sparschwein-GmbH: GmbH-Gründungen zum Halten von Immobilien- und Wertpapierbesitz nicht unbedingt vorteilhaft. – 25.01.10 Steuerverwaltung und ein Urteil des Finanzgerichts Hamburg beschränken die Ertragssteuerfreiheit von Gewinnen aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften.
Sparschwein-GmbH: Steuern sparen durch die Gründung einer thesausierenden GmbH bzw. UG – 25.01.10 Für die Gründung einer Unternehmergesellschaft/UG (haftungsbeschränkt) ist nur noch ein Startkapital von ca. 150 € erforderlich.
Spekulationsgeschäfte: Verkäufe zur Realisierung eines Verlustes in einem bestimmten Jahr zulässig – 25.01.10 BFH entscheidet darüber, ob ein Gestaltungsmissbrauch bei Rückkäufen am gleichen Tag vorliegt.
Spekulationsverlust geltend machen beim Verkauf von Privatvermögen innerhalb eines Jahres nach Anschaffung – 08.09.08 BFH sieht keine Anweisung im Gesetz, Gebrauchsgüter des täglichen Lebens aus dem Bereich des § 23 EStG auszunehmen.
Statusfeststellungsverfahren: Über die Zugehörigkeit in der Arbeitslosenversicherung entscheidet die Deutsche Rentenversicherung. – 05.11.10 Die Kosten des Statusfeststellungsverfahrens sind laut BFH als Werbungskosten abzugsfähig.
Statuswechsel eines Gesellschafters: Verhältnisse zum Bilanzstichtag maßgeblich – 25.01.10 Auf den Eintragungszeitpunkt im Handelsregister kommt es nicht an.
Steuerbegünstigung für Lebensversicherungen: seit 2005 eingeschränkt – 15.02.05 (aktualisiert 15.02.2005)
Steuerbelastungsvergleich zwischen Einzelunternehmen und GmbH nach dem Halb- bzw. Teileinkünfteverfahren – 02.05.08 Erstmals in der langen Geschichte steuerlicher Experimente der Nachkriegszeit überwiegen die Steuervorteile der GmbH.
Studienkosten können auch bei einem Erststudium berufsbezogene Aufwendungen und damit steuerlich abzugsfähig sein. – 26.09.11 Der BFH erkennt dies nicht nur bei einer Pilotenausbildung an sondern auch bei anderen Studiengängen wie einem Medizinstudium. (26.09.2011)
Studienkosten können erwerbsbedingt sein und damit steuerlich abzugsfähige Aufwendungen darstellen. – 26.09.11 Der BFH und BMF nehmen die Gesetzesänderung in § 12 Nr. 5 EStG in vielen Fällen des Erst- und Zweitstudiums zurück.
Stuttgarter Verfahren: In die Bewertung werden nur die Erträge der vollständig abgelaufenen letzten 3 Jahre einbezogen – 21.05.07 Laut BFH gilt dies auch dann, wenn der Bewertungsstichtag ganz am Ende eines Wirtschaftsjahres liegt.
Stuttgarter Verfahren: Nur vollständig abgelaufene Wirtschaftsjahre sind heranzuziehen – 25.01.10 Bei fast abgelaufenen Wirtschaftsjahren sollte der Bewertungsstichtag unter Umständen hinausgezögert werden.
Teilwertabschreibungen auf Beteiligungsbesitz sind bei Kapitalgesellschaften steuerneutral – 25.01.10 Sie wirken sich nur auf das Betriebsvermögen auf der Eignerebene der GmbH aus.
Treuhandabreden im Vorgründungsstadium der GmbH sind laut LSG Schleswig-Holstein anzuerkennen. – 03.08.11 Dies stellt einen möglichen Rettungsanker dar, wenn die Satzung der GmbH zu einem nicht gewollten Ergebnis führt. (03.08.2011)
Treuhandanteile an einer GmbH & Co KG: Gewinne und Verluste können direkt dem Treugeber zugeordnet werden – 25.01.10 BFH entscheidet darüber, ob dies auch für die Gewerbesteuer gilt.
Treuhändische Beteiligungen an geschlossenen Fonds verlieren Erbschaftssteuervorteile – 25.01.10 Koordinierter Ländererlass lässt nur noch direkte Beteiligungen gelten.
Übungsleiterfreibetrag rückwirkend für 2007 auf 2.100 Euro angehoben – 18.10.07 Dieser Betrag ist nicht nur steuer- sondern auch sozialversicherungsfrei.
Umbaukosten durch Einziehen von Trennwänden sind sofort abziehbare Werbungskosten – 25.01.10 BFH sieht keine wesentliche Verbesserung des Wirtschaftsgutes Büroimmobilie.
Umsatzsteuer, die falsch ausgewiesen wurde, muss nicht unbedingt abgeführt werden. – 23.06.11 Das gilt nach der Rechtsprechung auch, wenn notwendige Rechnungsformalia fehlen. (aktualisiert 23.06.2011)
Umsatzsteuer-Organschaft: es ist nicht ausreichend, dass mehrere Gesellschaften gemein-sam eine Anteilsmehrheit an zwei Gesellschaften haben. – 19.07.10 BFH macht mit dem Kriterium der personellen Eingliederung ernst und ändert seine Recht-sprechung.
Umsatzsteuerpflicht der Haftungsvergütung einer KG Komplementär-GmbH – 26.07.10 Finanzgericht Niedersachsen räumt den Beteiligten ein Wahlrecht ein, dass in den vertragli-chen Vereinbarungen seinen Niederschlag gefunden haben muss.
Umsatzsteuerrecht: ab 01.01.2010 gelten EU-weit viele geänderte Vorschriften. – 25.01.10 Unternehmer sollten sich schon jetzt mit den neuen Vorschriften zum Ort der Leistung, zu den zusammenfassenden Meldungen und zum Vorsteuervergütungsverfahren vertraut machen.
Umsatzsteuervorauszahlungen für das abgelaufene Jahr können noch in diesem Jahr ertragsteuerlich abgesetzt werden – 25.01.10 Bundesfinanzhof hält Zahlung bis 10. Januar des Folgejahres für unschädlich gemäß § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG.
Umzugskosten: In welchen Fällen können sie als Werbungskosten abgezogen werden? – 17.05.10 Für Gesellschafter-Geschäftsführer gelten etwas andere Spielregeln.
Unterhaltsleistungen für mittellose Lebenspartner und für Kindsmütter sind ohne Beachtung der Opfergrenze als außergewöhnliche Belastungen abziehbar. – 28.03.03 BFH stellt sich im Urteil vom 29.05.2008 (III R 23/07) gegen das BMF-Schreiben vom 28.03.2003. (aktualisiert 19.10.2009)
Unterhaltszahlungen an Kindsmutter sind nicht abzugsfähig, wenn diese eigenes und zumutbar verwertbares Vermögen besitzt – 11.11.09 BFH verweist strikt auf die zivilrechtliche Verpflichtung nach dem Verwandtenunterhaltsrecht.
Untermietvertrag des Gesellschafter-Geschäftsführers an seine GmbH: Auch marktübliche Miete kann eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen. – 25.01.10 Laut BFH gilt dies aber nicht, wenn der wesentlich günstigere Hauptmietvertrag des Gesellschafter-Geschäftsführers schon vor der GmbH-Gründung abgeschlossen wurde.
Unternehmensregister: Empfindliches Bußgeld droht allen GmbHs, wenn die Bilanz 2006 nicht bis 31.12.2007 eingereicht wird – 25.01.10 Wichtige Informationen zum elektronischen Handelsregister und elektroni-schen Unternehmensregister.
Unternehmer: In welchen Fällen das Finanzamt Existenzgründer als Neuunternehmer anerkennen muss. – 21.12.10 Spruchpraxis von BFH und EuGH wird von der Finanzverwaltung ignoriert.
Veräußerungsgewinn bei Betriebsinhabern und Personengesellschaftern: Für Steuerbegünstigung muss die Vollendung des 55. Lebensjahres abgewartet werden – 25.01.10 BFH stellt auf den Veräußerungszeitpunkt ab und nicht auf das Ende des Kalenderjahres der Veranlagung.
Verbilligte Vermietung auch an barunterhaltsberechtigte Kinder möglich – 25.01.10 Gestaltungsmodell ab 2008 möglicherweise durch den verschärften § 42 AO gefährdet.
Verbindliche Auskunft: Sind die neu eingeführten Gebühren des Finanzamts steuerlich nicht abziehbar? – 25.01.10 BMF-Schreiben geht von steuerlich nicht abzugfähigen Nebenleistungen aus.
Verkauf oder Umwandlung eines Einzelunternehmens erst 3 Jahre nach gesetzlich erforderlichem Übergang zur Bilanzierung ratsam – 25.01.10 Rechtsprechung lehnt Verteilung des Übergangsgewinnes andernfalls ab.
Verkauf von Wirtschaftsgütern: durch rechtzeitige Entnahme Umsatzbesteuerung vermeiden. – 26.09.11 BFH billigt diesen Schachzug bei ohne Vorsteuerabzug erworbenem Anlagevermögen wie Fahrzeugen – auch bei Personengesellschaften.
Verlustabzugsbeschränkung in § 8c KStG verfassungsmäßig? – 03.08.11 FG Hamburg legt Bundesverfassungsgericht diese Frage zur Prüfung vor. (03.08.2011)
Verluste aus der Beteiligung an einer GmbH richtig geltend machen – 25.01.10 Im Veräußerungsjahr sollte bereits erklärt werden, dass in den Folgejahren weitere Verlustpositionen erwartet werden.
Verluste aus der Vermietung können bei einem Hauserwerb vom Bauträger nicht anerkannt werden – 25.01.10 Nach einem neuen BMF-Schreiben legt fest, wann ein schädliches Steuerstundungsmodell nach § 15b EStG angenommen wird.
Verluste aus fremd finanzierten Firmenbeteiligungen sind im Regelfall abziehbar – 25.01.10 FG Düsseldorf verlangt lediglich einen Totalüberschuss, der sich auch aus der steuerfreien Wertsteigerung ergeben kann.
Verluste aus verbilligter Vermietung an Angehörige – 25.01.10 Auch ein Zeitmietvertrag spricht laut einem Urteil des BFH nicht gegen eine dauerhaft angelegte Vermietung.
Verluste aus Vermietung werden nur anerkannt, wenn trotz der Zinsbelastung ein Totalüberschuss möglich erscheint – 25.01.10 BFH verlangt bei tilgungsfreien Darlehen zusätzlich eine Verbindung mit der angesparten Lebensversicherung.
Verlustrealisierung durch Wertpapierverkauf ist kein Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO – 11.11.08 BFH sieht schnellen An- und Verkauf bei der Spekulationsbesteuerung als dem Steuergegenstand immanent.
Verlustrücktrag unabhängig von der Bestandskraft des Steuerbescheides im Verlust- und Rücktragsjahr – 25.01.10 BFH entscheidet über ein Urteil des FG Köln, das die anders lautenden R 115 Abs. 5 Satz 1 und 2 der Einkommensteuerrichtlinien verwirft.
Verlustvortrag: Ganzer oder teilweiser Verlust bei Anteilserwerben über 25 % – 25.01.10 Bei gestaffeltem Anteilserwerben bis zu insgesamt 50 % rettet die richtige Reihenfolge den Verlustvortrag bis zu 24,99 %.
Vermieteroption auf Umsatzsteuerpflicht: zwingende Voraussetzung ist die Unternehmereigenschaft des Mieters – 25.01.10 Für den Bundesgerichtshof gehen anderweitige zivilrechtliche Vereinbarungen ins Leere und sind damit nicht einklagbar.
Vermietung an Verwandte: Überschusserzielungsabsicht erforderlich – 25.01.10 BFH schließt bei hohen Renovierungskosten Gewinnerzielungsabsicht aus.
Vermietung und missbräuchliche Steuergestaltung: Neuer Rundumschlag des Fiskus mit § 42 AO in schärferer Fassung ab 2008 – 25.01.10 In wie weit sind bislang rechtmäßige Gestaltungen bei der Vermietung unter Verwandten betroffen?
Vermietungsaufwand bei Leerstand der Wohnung höchstens 4 Jahre lang abziehbar. – 29.06.11 Rechtsprechung verlangt nicht nur, notwendige Renovierungen zeitnah durchzuführen, sondern auch ernsthafte Neuvermietungsbemühungen, die bei Erfolglosigkeit auch zu intensivieren sind. (aktualisiert 29.06.2011)
Vermietungsaufwand nur solange abziehbar, wie Verkaufsabsicht nicht feststeht. – 29.06.11 Nach der Manifestation der Verkaufsabsicht und erst recht nach dem Verkauf sind weiter anfallende Kosten nur sehr begrenzt abziehbar. (aktualisiert 29.06.2011)
Verpflegungsmehraufwand: Pauschalen werden bei einer Fahrtätigkeit auch über drei Monate hinaus zuerkannt. – 27.04.11 BFH korrigiert seine bisherige Linie und entscheidet gegen die Verwaltungsauffassung.
Versorgungsrente zur Ablösung eines Hauskredites steuerlich abzugsfähig – 25.01.10 Verwaltungsanweisung vom Januar 2007 stellt eindeutiges bürgerfreundliches BFH-Urteil kalt.
Verspätungszuschläge müssen grundsätzlich mit dem Bescheid festgesetzt werden. – 23.08.10 BFH verlangt von den Finanzämtern, Abweichungen von dieser Regel genau zu begründen.
Vertrag zu Gunsten Dritter: Werbungskosten werden beim Dritten auch anerkannt, obwohl er nicht belastet ist – 25.01.10 Finanzverwaltung will allerdings günstiges Urteil des BFH um so genannten abgekürzten Vertragsweg nicht anerkennen.
Verträge zwischen nahen Angehörigen: zivilrechtliche Unwirksamkeit eines Vertrages ist nur ein Indiz für die steuerrechtliche Beurteilung – 25.01.10 BFH stellt vielmehr auf die tatsächliche Durchführung des Vertrages und auf die Gesamtumstände ab.
Voller Schuldzinsenabzug auch bei Realisierung steuerfreier Wertzuwächse – 25.01.10 Laut BFH reicht auch ein geringer Überschuss der Zinserträge aus.
Vorabausschüttungen: Nützliches Instrument hinsichtlich Offenlegung und Investitionsabzugsbetrag – 06.07.11 Nach einem Urteil des Finanzgerichts Münster führt es aber zu gravierenden Nachteilen, wenn der Ausschüttungsbetrag zu üppig bemessen ist.
Vorräte können auch in größeren Mengen angeschafft werden – 25.01.10 Voraussetzung ist lediglich, dass die Vorräte im Rahmen der Zweckbestimmung verbraucht werden.
Vorsorgeaufwand und Abzug der Arbeitgeberanteile: Bundesfinanzhof schlägt bei Minijobbern zu – 18.05.07 Voraussetzung: Die Zahlungen Arbeitgebers erhöhen Rentenentgeltanspruch wegen Eigenleistungen des Minijobbers.
Vorsteuer bei gemischt vermieteten Gebäuden wieder Umsatz abhängig aufteilen! – 20.10.09
Vorsteuer für Baumaßnahmen in voller Höhe auch bei Gemeinschaftseigentum abziehbar – 28.04.05 Urteil des EuGH verlangt lediglich, dass der Miteigentumsanteil den Anteil des Arbeitszimmers an der Gesamtnutzfläche übersteigt.
Vorsteuer im Zusammenhang mit gemischt vermieteten Gebäuden Umsatz abhängig aufteilen! – 14.11.10 BFH hält deutsche Vorsteuerabzugsbeschränkung für EU-rechtswidrig.
Vorsteuerabzug bei Bewirtungskosten laut BFH nicht beschränkbar! – 25.01.10 BFH schließt jedoch den Vorsteuerabzug aus den Reisekostenpauschalen aus.
Vorsteuerabzug bei ungenauer oder pauschaler Leistungsbeschreibung gefährdet – 25.01.10 Laut BFH muss aus der Rechnung selbst oder aus in Bezug genommenen Unterlagen genau ersichtlich sein, welche Leistung abgerechnet wurde.
Vorsteuerabzug durch die Personengesellschaft bei Dienstleistungen im Interesse der Gesellschafter ausgeschlossen. – 03.03.11 BFH verlangt für den Vorsteuerabzug ferner, dass auch Anschaffungen eindeutig der Gesellschaft zugeordnet werden können.
Vorsteuerabzug durch Vorgründungsgesellschaft zulässig – 02.03.11 BFH setzt Rechtsprechung des EuGH um.
Vorsteuerabzug: Stets auf alle Rechnungsformalia achten – 25.01.10 BFH stellt erhöhte Anforderungen an die Leistungsbeschreibung und die Benennung des Leistungszeitraums in Rechnungen.
Vorsteuervergütungsverfahren für Aufwendungen in anderen EU-Ländern – 14.09.09 Wesentliche Verbesserungen treten ab 01.01.2010 in Kraft.
Vorsteuervergütungsverfahren für Aufwendungen in einem anderen EU-Staat – 10.05.11 Erste Erfahrungen mit dem elektronischen Vergütungsverfahren (§ 18g UStG).
Vorwegabzug: Bundesfinanzhof verlangt bei zwei Gesellschaftern einer GmbH zwei Pensionszusagen – 25.01.10 Bei einer Witwenversorgung eines der Gesellschafter aus der Zusage an den anderen Gesellschafter ist der Vorwegabzug bei diesem zu kürzen.
Vorweggenommene Erbfolgeregelungen sollten bei Immobilien bald in Angriff genommen werden – 25.01.10 Bundesverfassungsgericht entscheidet spätestens im Herbst 2006 über Erbschaftssteuer für Immobilien.
Was tun den die Abgabefrist nicht eingehalten werden kann? – 17.05.10 Die Zahlungsschonfrist sollte außerdem sinnvoll genutzt werden.
Wechsel der Gewinnermittlungsart bei Aufnahme von Mitgesellschaftern in eine GbR oder Einzelunternehmen – 25.01.10 BFH hält im Urteil vom 14.11.2007 sofortiges Zurückwechseln in die Einnahmeüberschussrechnung für zulässig.
Wechselkursschwankungen: Auf die richtige steuerliche Einordnung achten. – 31.05.10 Ein privat geführtes Fremdwährungskonto realisiert Gewinne oder Verluste außerhalb der betrieblichen Sphäre und nach einem Jahr steuerneutral.
Weiterbildungskosten als Werbungskosten bei Umschulungen, berufsbegleitendem Studium und eng berufsbezogener Ausbildung – 29.07.04
Werbeaufschriften beim Betriebsfahrzeugen: Lackierungskosten sind sofort abzugsfähig – 31.10.06 FG München lehnt Behandlung als Anschaffungskosten ab.
Werkstudenten sind in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht gegenüber normalen Arbeit-nehmern privilegiert. – 01.12.10 Die Grenzen bei der Wochen- und Jahresarbeitszeit sind allerdings zu beachten.
Widerrufsrecht der Verbraucher: Hinweis muss auf Webseite leicht gefunden werden – 22.07.05 OLG Hamm hält Platzierung in einem Menüpunkt der zweiten Unterebene nicht für ausreichend.
Wohnungsvermietung und -überlassung über Kreuz unter Angehörigen zulässig. – 21.02.11 Überkreuzvermietungen können allerdings eine Gestaltungsmissbrauch darstellen.
Zinsabschlag- bzw. Kapitalertragssteuer: Was tun, wenn die Steuerbescheinigung beim Finanzamt versehentlich nicht eingereicht wurde? – 25.01.10 BFH präzisiert die Anforderungen, dass auch nach wie vielen Jahren noch Einkommensteuer rückerstattet wird.
Zinsauflaufdarlehn: Zinsaufwendungen sind abziehbare Werbungskosten – 25.01.10 Laut BFH schadet die späte Tilgung durch eine Lebensversicherung am Ende der Laufzeit nicht.
Zinsbegrenzungsgebühren sind sofort abziehbare Betriebsausgaben/Werbungskosten – 25.01.10 Die Rechtsprechung schlägt diese Art von Finanzierungskosten nicht den Anschaffungs- und Herstellungskosten zu.
Zinsbesteuerung: Scheinzuflüsse bei gestundeten familienrechtlichen Ausgleichsforderungen – 25.01.10 Finanzgericht Münster versucht, den Irrweg des Bundesfinanzhofes zu stoppen.
Zivilprozesskosten sind in engen Grenzen als außergewöhnliche Belastung abziehbar. – 24.07.11 BFH bricht mit seiner Rechtsprechung und erkennt die Zwangsläufigkeit bei nicht mutwillig vom Zaum gebrochenen Klagen an.
Zufluss von Beratungsvergütungen wird im Aufwandsjahr der GmbH unterstellt – 25.01.10 Auf die Auszahlung der Vergütungen kommt es beim beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer nicht an.
Zufluss von Zinsen beim beherrschenden Gesellschafter einer liquiden GmbH zum Zeitpunkt der Fälligkeit – 25.01.10 Zahlungsfähigkeit der GmbH nimmt der BFH auch an, wenn zwar andere Gläubiger nicht jedoch die Zinsforderung bedient werden kann.
Zumutbare Eigenbelastung: Bei getrennter Veranlagung getrennt ermitteln – 22.07.08 Finanzgericht Baden-Württemberg stellt sich gegen Verwaltungsauffassung.
Zusammenveranlagung: Versöhnungsversuche während eines Trennungsjahres vor der Scheidung erlauben steuerliche Zusammenveranlagung – 05.12.06 Das scheidungsrechtliche Trennungsjahr wird dadurch aber nicht berührt.
Zuschlag bei Passwort geschützter on-line-Versteigerung begründet keinen rechtswirksamen Vertragsschluss – 20.06.06 OLG Köln sieht weder elektronischen Vertragsschluss noch Vertragsschluss aus Rechtsscheingrundsätzen.
Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten eines Firmenfahrzeuges sind uneingeschränkt als Werbungskosten abzugsfähig – 24.01.08 Zuzahlungen zu den laufenden Betriebskosten werden dagegen nur bei Führung eines Fahrtenbuches als Werbungskosten anerkannt.