Abfindungsbestimmung in GmbH-Verträgen nach steuerlichen Bewertungsvorschriften – 29.09.09 Neuregelung im Bewertungsgesetz seit 01.01.2009 führt zu überhöhten Abfindungswerten.
Arbeitszeitkontenmodelle sind auch für Gesellschafter-Geschäftsführer zulässig und interessant – 12.09.06 Die Finanzverwaltung stellt allerdings einige – teils umstrittene – Anforderungen.
Bewertung des Betriebsvermögens in der Erbschaft- und Schenkungssteuer: Vereinfachtes Ertragswertverfahren und Alternativen – 01.03.10 Überhöhte Steuerwerte im Zuge der Neuregelung im Bewertungsgesetz seit 01.01.2009 können vermieden werden.
Bürgschaftsaufwendungen bei Minderheitsgesellschafter-Geschäftsführern ausnahmsweise als Werbungskosten anerkannt – 16.02.05
Darlehen an Gesellschafter: angemessener Zinssatz muss nicht in jedem Fall im Wege der Margenteilung ermittelt werden – 19.02.07 FG Baden-Württemberg hält 0,7 % über Festgeldzinssatz bei solide finanzierter GmbH für ausreichend.
Darlehen von Angehörigen an eine Personengesellschaften: Schädlicher Gesamtplan, wenn die Darlehensvaluta zuvor verschenkt wurden – 05.03.08 BFH urteilt aber anders, insbesonderewenn gegen die GmbH bestehende Darlehensforderungen an Angehörige verschenkt werden.
Darlehensverlust als Anschaffungskosten nur beim unmittelbaren Anteilseigner – 30.11.09 Darlehen von nur mittelbar Beteiligten und von nahen Angehörigen sollten vermieden werden.
Den Freibetrag nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG und den Staffeltarif kann auch eine GmbH in Anspruch nehmen – 20.10.05 Voraussetzung ist lediglich, dass sie sich als stille Gesellschafterin an einer anderen GmbH beteiligt.
Einbringung eines Einzelunternehmers in Betriebs-GmbH: Alles- oder Nichts-Prinzip – 21.01.10 Buchwertübertragung erfordert entweder die vollständige Übertragung der Betriebsgrundlagen auf die Betriebs-GmbH oder die vollständige Verpachtung.
Einlagen eines GmbH-Gesellschafters in das GmbH-Vermögen ohne Gegenleistung – 27.05.10 BFH nimmt keine Schenkung zu Gunsten der anderen GmbH-Gesellschafter an und weicht insofern von R 18 Abs. 3 ErbStR ab.
Gemischt genutzte Gebäude der GmbH bei teilweiser Überlassung an den Gesellschafter-Geschäftsführer zu Wohnzwecken – 02.09.08 FG Baden-Württemberg erkennt den vollen Vorsteuerabzug an, wenn die Wohnnutzung zu üblichen Werten in Rechnung gestellt wird.
Geschäftsführergehälter und verdeckte Gewinnausschüttung: Neue Falle durch das Halbeinkünfteverfahren – 03.04.06 Finanzverwaltung ändert bestandskräftige Einkommensteuerbescheide nicht mehr, wenn Gehaltsbestandteile als verdeckte Gewinnausschüttung bei der GmbH versteuert werden. (aktualisiert 03.04.2006)
Geschäftsführergehälter: Bemessungsgrundlage von Gewinntantiemen klar definieren – 07.03.08 Ein vorhandener Verlustvortrag muss laut BFH einbezogen werden, ein Bilanzgewinnvortrag bleibt außen vor.
Geschäftsführergehälter: Prüfungsschema der Finanzamtverwaltung – 08.09.08 Die Rechtsprechung ist dagegen oft bürgerfreundlicher und ist bei er Gesamtwürdigung anhand eines internen und externen Fremdvergleichs großzügiger.
Geschäftsführergehälter: Steuerfreie Lohnzuschläge sind für Gesellschafter-Geschäftsführer weitgehend tabu – 08.03.11 Die Rechtsprechung lehnt Überstundenvergütungen auch bei mehreren Minderheitsgesellschafter-Geschäftsführern ab.
Geschäftsführergehälter: Tantiemebestandteile müssen angemessen sein – 26.02.07 Umsatztantieme laut BFH nur ausnahmsweise und in engen Grenzen zulässig.
Geschäftsführerwohnung: Vorsteuerabzug aus den Kosten der GmbH ist zulässig. – 21.06.10 Voraussetzung ist jedoch eine Überlassung aus überwiegend betrieblichem Interesse.
Gesellschafter-Geschäftsführer: Geschäfte sind mit der eigenen GmbH möglich – 01.03.04 BFH stellt bei Berater- und Subunternehmerverträgen allerdings auf einen Fremdvergleich ab. (aktualisiert 11.05.2011)
Gesellschafter-Geschäftsführer: Kein Zufluss von Arbeitslohn bei bedingungslosem Gehaltsverzicht – 21.04.11 BFH deckelt Finanzverwaltung in ihrem Bestreben, fiktive Zuflüsse zu versteuern.
Gesellschafter-Geschäftsführer: Zinszufluss wird bei Fälligkeit fingiert, wenn die ‚GmbH zahlungsfähig ist – 19.08.08 BFH nimmt die Zahlungsfähigkeit der GmbH auch an, Überziehungen über das Kreditlimit hinaus eingeräumt werden.
Gesellschafterdarlehen: unverzinsliche Darlehen sind wegen der Abzinsungspflicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG unbedingt zu vermeiden. – 03.03.11 Die Finanzrechtsprechung billigt jedoch Zinsverzicht, Rangrücktritt und Kettendarlehen mit einer Laufzeit von jeweils bis zu einem Jahr.
Gewinnausschüttung bei der GmbH: disquotale Verteilung voraussetzungslos zulässig – 30.10.08 Finanzgericht Baden-Württemberg entscheidet auf der Linie des BFH und gegen Verwaltungsauffassung.
GmbH und Still: Auf die höchstzulässige Verzinsung achten – 21.03.07 Finanzgericht Bremen fordert, dass die Bedingungen auch in späteren Jahren angemessen sein und ggf. angepasst werden müssen.
GmbH und typischer Stiller Gesellschafter: Mitunternehmerschaft durch Begrenzung des Beteiligungskapitals vermeiden – 02.09.04
GmbH-Anteilsverkauf: Verlustverrechnung im Veräußerungsjahr anteilig möglich – 03.08.11 Finanzgerichte Hessen und Münster lassen anteilige Verlustverrechnung mit Gewinnen bis zum Veräußerungszeitpunkt zu. (aktualisiert 03.08.2011)
Haftung des Geschäftsführers für Steuerausfälle – 11.09.06 KWelche Steuern sollte der Geschäftsführer in den kritischen Wochen vor einem möglichen Insolvenzantrag noch bezahlen?
Heimbüro der GmbH kann eine wesentliche Betriebsgrundlage darstellen und damit zu einer Betriebsaufspaltung führen. – 09.10.11 BFH macht nur eine Ausnahme, wenn die weiteren Büroflächen mindestens 92,5 Prozent ausmachen oder die Bagatellgrenze nicht überschritten wird.
Heimbüro des Gesellschafter-Geschäftsführers: Vermietung wird bei vorrangigem betrieblichen Interesse steuerlich anerkannt. – 09.10.11 Neues Urteil des Finanzgerichts München eröffnet gegenüber der Finanzverwaltung Spielräume.
Kapitalerhöhung: Vorsicht bei disquotaler Aufstockung der GmbH-Anteile – 21.03.07 Bei Familienangehörigen müssen die stillen Reserven im gleichen Anteilsprozentsatz fortbestehen.
KFZ -Nutzung eines Gesellschafter- Geschäftsführer einer GmbH: ungenehmigte Privatnutzung wird als verdeckte Gewinnausschüttungen behandelt – 12.05.09 BFH legt dabei den gemeinen Wert der Nutzung zu Grunde und wendet nicht die 1%-Methode an.
Körperschaftsteuerguthaben aus Zeiträumen vor 2002: Finanzverwaltung zahlt damit verknüpfte Guthaben aus Solidaritätszuschlägen nicht aus. – 21.06.10 Das Bundesverfassungsgericht erklärt jedoch jeden Totalverlust infolge der Übergangsvorschriften vom Anrechnungs- zum Halbeinkünfteverfahren für verfassungswidrig.
Notwendiges Betriebsvermögen wird bei Ladenflächen von Filialbetrieben stets angenommen. – 26.09.11 BFH verschärft die Voraussetzungen und lehnt eine allgemeine 10-Prozent-Grenze ab, unter der Wirtschaftsgüter von völlig untergeordneter Bedeutung ausscheiden.
Pensionsansprüche: Vorsicht bei Abfindungen im Zuge eines Verkaufs einer GmbH – 23.06.11 Die Zwangslage des Verkäufers sollte dokumentiert werden. (aktualisiert 23.06.2011)
Pensionsrückstellung: erstmalige Einstellung in voller Höhe bei Übergang zu neuen Richttafeln – 25.01.10 FG Brandenburg stellt sich gegen BMF-Schreiben, das auch in diesem Fall fordert, die Übergangsdifferenz auf 3 Jahre zu verteilen.
Pensionszusage: Altersversorgung des Gesellschafter-Geschäftsführers muss angemessen und erdienbar sein. – 23.06.11 Wird die Pensionszusage nachträglich erhöht, ist ebenfalls der zehnjährige Erdienungszeitraum zu beachten. (aktualisiert 23.06.2011)
Pensionszusage: Frage des Vorwegabzugs bleibt trotz Gesetzesänderung weiter relevant – 25.01.10 Die umfangreiche Abgrenzung der Rechtsprechung ist für die Günstigerprüfung auch ab 2008 zu beachten.
Pensionszusage: keine Ablösemöglichkeit durch einen Einmalbetrag schon bei der Zusage vereinbaren – 25.01.10 Es liegt dann keine Entschädigung im Sinne des § 24 Nr. 1a EStG vor.
Pensionszusage: Nachholverbot gilt auch bei versehentlich unterlassener Rückstellungserhöhung – 25.01.10 Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied, dass dies ausnahmslos gilt.
Pensionszusage: schädliche Überversorgung liegt vor, wenn 75% der Aktivbezüge überschritten werden – 25.01.10 Außerdem muss der 10-jährige Erdienungszeitraum im Regelfall eingehalten werden.
Pensionszusagen berühren nicht unbedingt die erweitere Abzugsmöglichkeit bei den Sonderausgaben (früherer Vorwegabzug) – 25.01.10 Das für Gesellschafter-Geschäftsführer günstige BFH-Urteil vom 16.10.2002 wurde durch das Jahressteuergesetz 2008 ausgehebelt und ist nur noch für die Günstigerprüfung relevant.
Rangrücktritt führt nicht zu einer gewinnerhöhenden Auflösung der Verbindlichkeit – 25.01.10 BFH stellt sich gegen Auffassung der Finanzverwaltung und lässt auch eine Teilwertabschreibung in der Krise der GmbH zu.
Sanierungsgesellschafter können Darlehensausfall als Verlust geltend machen – 28.03.06 FG Düsseldorf erkennt in diesem Fall nachträgliche Anschaffungskosten an.
Schuldzinsenabzug bis zur Löschung der GmbH möglich – 25.01.10 Auch der Auflösungsverlust für den Gesellschafter ist regelmäßig erst zu diesem Zeitpunkt steuerlich wirksam.
Sparschwein-GmbH: GmbH-Gründungen zum Halten von Immobilien- und Wertpapierbesitz nicht unbedingt vorteilhaft. – 25.01.10 Steuerverwaltung und ein Urteil des Finanzgerichts Hamburg beschränken die Ertragssteuerfreiheit von Gewinnen aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften.
Sparschwein-GmbH: Steuern sparen durch die Gründung einer thesausierenden GmbH bzw. UG – 25.01.10 Für die Gründung einer Unternehmergesellschaft/UG (haftungsbeschränkt) ist nur noch ein Startkapital von ca. 150 € erforderlich.
Steuerbelastungsvergleich zwischen Einzelunternehmen und GmbH nach dem Halb- bzw. Teileinkünfteverfahren – 02.05.08 Erstmals in der langen Geschichte steuerlicher Experimente der Nachkriegszeit überwiegen die Steuervorteile der GmbH.
Stuttgarter Verfahren: Nur vollständig abgelaufene Wirtschaftsjahre sind heranzuziehen – 25.01.10 Bei fast abgelaufenen Wirtschaftsjahren sollte der Bewertungsstichtag unter Umständen hinausgezögert werden.
Teilwertabschreibungen auf Beteiligungsbesitz sind bei Kapitalgesellschaften steuerneutral – 25.01.10 Sie wirken sich nur auf das Betriebsvermögen auf der Eignerebene der GmbH aus.
Treuhandabreden im Vorgründungsstadium der GmbH sind laut LSG Schleswig-Holstein anzuerkennen. – 03.08.11 Dies stellt einen möglichen Rettungsanker dar, wenn die Satzung der GmbH zu einem nicht gewollten Ergebnis führt. (03.08.2011)
Treuhandanteile an einer GmbH & Co KG: Gewinne und Verluste können direkt dem Treugeber zugeordnet werden – 25.01.10 BFH entscheidet darüber, ob dies auch für die Gewerbesteuer gilt.
Untermietvertrag des Gesellschafter-Geschäftsführers an seine GmbH: Auch marktübliche Miete kann eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen. – 25.01.10 Laut BFH gilt dies aber nicht, wenn der wesentlich günstigere Hauptmietvertrag des Gesellschafter-Geschäftsführers schon vor der GmbH-Gründung abgeschlossen wurde.
Unternehmensregister: Empfindliches Bußgeld droht allen GmbHs, wenn die Bilanz 2006 nicht bis 31.12.2007 eingereicht wird – 25.01.10 Wichtige Informationen zum elektronischen Handelsregister und elektroni-schen Unternehmensregister.
Verlustabzugsbeschränkung in § 8c KStG verfassungsmäßig? – 03.08.11 FG Hamburg legt Bundesverfassungsgericht diese Frage zur Prüfung vor. (03.08.2011)
Verluste aus der Beteiligung an einer GmbH richtig geltend machen – 25.01.10 Im Veräußerungsjahr sollte bereits erklärt werden, dass in den Folgejahren weitere Verlustpositionen erwartet werden.
Verlustvortrag: Ganzer oder teilweiser Verlust bei Anteilserwerben über 25 % – 25.01.10 Bei gestaffeltem Anteilserwerben bis zu insgesamt 50 % rettet die richtige Reihenfolge den Verlustvortrag bis zu 24,99 %.
Vorabausschüttungen: Nützliches Instrument hinsichtlich Offenlegung und Investitionsabzugsbetrag – 06.07.11 Nach einem Urteil des Finanzgerichts Münster führt es aber zu gravierenden Nachteilen, wenn der Ausschüttungsbetrag zu üppig bemessen ist.
Zufluss von Beratungsvergütungen wird im Aufwandsjahr der GmbH unterstellt – 25.01.10 Auf die Auszahlung der Vergütungen kommt es beim beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer nicht an.
Zufluss von Zinsen beim beherrschenden Gesellschafter einer liquiden GmbH zum Zeitpunkt der Fälligkeit – 25.01.10 Zahlungsfähigkeit der GmbH nimmt der BFH auch an, wenn zwar andere Gläubiger nicht jedoch die Zinsforderung bedient werden kann.